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Way to go,..

..Robicheaux! Das neueste Werk von James Lee Burke ist auf dem Weg zu mir, vor Ewigkeiten vorbestellt und jetzt eine angenehme Überraschung. Ole!

Kirche im Dorf

Euro-Kurs in USD, letzte 10 Jahre. Quelle: wolfram alpha

Wenn man sich über ach so kurzfristig denkende Spekulanten und Märkte aufregt, macht es vielleicht Sinn, mal selber ein wenig langfristiger auf die Dinge zu sehen. Wo genau nochmal ist jetzt hier der schröööckliche Werteverfall? Tiefster Stand seit 2008 - ja und? Die meiste Zeit seines Bestehens war der Euro ungefähr genauso viel wie jetzt, ja sogar lange Jahre deutlich weniger wert. Ist auch keiner dran gestorben, und der jetzige “Wertverfall” verbilligt deutsche Exporte (Wachstum! Wachstum!) sowie ausländische Direktinvestitionen.

Meiomei, liebe Leute. Das Abendland geht diese Woche - mal wieder - nicht unter. Und nächste auch nicht.

Schwerstabhängig

Hm. Ist schon wieder ein Weilchen her, daß ich das erste seiner Bücher gelesen habe, und zufällig war es auch noch ein Dave Robicheaux-Roman: James Lee Burke, der wahrscheinlich genialste Krimi-Autor der USA. Er hat inzwischen nicht weniger als siebszehn Romane mit seinem Protagonisten Dave Robicheaux veröffentlicht, den ersten 1987 und den letzten 2008. 

Burke schreibt wirklich wunderschön, und weit mehr als nur Krimis. Er beschreibt ganz nebenbei in fast schon poetischen Worten die landschaftliche Schönheit von Louisiana (und manchmal auch Montana), und erzählt viel über die Geschichte dieses Stücks Erde, in der viel Gewalt und Rassismus steckt. Robicheaux ist, wie viele der Gestalten in den Büchern, ein Cajun, also ein Angehöriger der frankophonen Minderheit Louisianas. Viele Details, vom Essen bis zum französisch durchzogenen Vokabular (“I had a demitasse of coffee and beignets at Cafè du Monde in New Orleans”), zeichnen vor dem geistigen Auge ein wahrlich unglaubliches Bild von diesem Fleck Erde.

Robicheaux ist jemand, den man eigentlich gar nicht mögen kann: Ex-Alkoholiker mit einem Hang zu Gewalttätigkeiten, kämpft er oftmals mehr mit sich selbst als mit den Mördern und anderen Verbrechern, auf die er Jagd macht. Aber gerade dieses immerwährende innere Ringen, das bei weitem nicht immer Happy-End-taugliche Ergebnisse erzeugt, ist es, was ihn so authentisch, so nachgerade faszinierend macht.

Ich jedenfalls bekenne hiermit öffentlich: Ich könnte jeden Tag ein Robicheaux-Buch lesen und bekäme davon trotzdem niemals genug. Tatsächlich habe ich das letzte wirklich in weniger als 24 Stunden durchgelesen und mich dann verflucht, weil ich nicht an neuen Stoff kommen konnte ;) Der Mann hat es tatsächlich geschafft, mir richtig Lust auf eine USA-Reise zu machen(!)

Warum ich das so offen preisgebe? Nun, ich habe jetzt, wie ich leider feststellen mußte, wirklich ausnahmslos alle seine Robicheaux-Bücher gelesen (und noch einige der anderen dazu). Das eine oder andere habe ich mir sogar aus England kommen lassen, weil hierzulande vergriffen. Wie dem auch sei - jetzt ist wohl leider kalter Entzug angesagt.

Eines der Bücher ist übrigens vor kurzem in low-budget-Manier mit Tomy Lee Jones verfilmt worden: In the Electric Mist with Confederate Dead, als Film nur In the Electric Mist betitelt, läuft noch in ein paar Kinos. Wie so üblich fehlen dem Film viele der das Buch egentlich erst so wunderbar machenden inneren Monologe und Nebenhandlungen, so daß ich ihn zwar gerne gesehen habe, aber eher, um ein bißchen mehr von der Landschaft zu sehen. Wen die Geschichten interessieren, der sollte lieber lesen.

Michael Connelly - Trunk Music

With hindsight, I guess I should at least have tried to read the Bosch novels in a chronological order. Many of the not-so-important characters of any of the novels reappear later or earlier in other books. Well - too late. At least I now know how one crucial part more about Harry Bosch and Eleanor Wish’s ill-fated relation. Aside from that, as expected a compelling story I could not help but read pretty much cover-to-cover.

Michael Connelly - City of Bones

Another of the all famous Harry Bosch crime novels, and as well-written as expected. My biggest problem with Connelly is that once I start I have big trouble putting his books down, so I usually read from cover to cover. Sadly, with City of Bones being rather small (~400 pages), that meant only one evening of pleasure ;)