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Auch Männer...

...haben ein Vereinbarkeitsproblem. Das ist der Titel einer Pilotstudie, deren Zusammenfassung man auch online finden kann. Und über die ich auf der Seite von ver.di gestolpert bin, die das Ding mit unterstützt haben. Wie übrigens auch die Böckler-Stiftung und das BMFJFS. Auszug:

Die Reaktionen des betrieblichen Umfelds auf einen Mann in familienorientierter Teilzeit werden im Gegensatz zur formalen Durchsetzung von den weitaus meisten Interviewpartnern als kritisch gesehen. Die Reaktionen reichen von Unverständnis und Vorurteilen bis hin zu offener Diskriminierung und Marginalisierung. Fast einhellig wird ein tendenziell konservatives Klima am Arbeitsplatz beklagt, das mit einem Mangel an Akzeptanz für eine Reduzierung der Arbeitszeit zu Gunsten einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie einhergeht.

Dieses Klima zeigt sich ironischerweise auch in Betrieben, die ausdrücklich für Teilzeitmodelle zum Zweck einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf werben. Die Arbeitszeitreduzierung wird als unsolidarische Zumutung interpretiert, der Mann in Teilzeit gilt gleichsam als arbeitsscheu. Familiale Verpflichtungen werden nicht wirklich als legitimer Grund anerkannt, das berufliche Engagement für eine bestimmte Zeit zu bremsen bzw. die Bedeutung der Berufsarbeit zu relativieren.

Die Väter fühlen sich unter einem permanenten Rechtfertigungsdruck, wenn sie beispielsweise pünktlich den Betrieb verlassen, da die Kinder rechtzeitig aus dem Hort oder Kindergarten abgeholt werden müssen. Zusätzlich zu den vielfach negativen Reaktionen durch Kollegen und direkte Vorgesetzte beklagen viele Interviewpartner den Effekt der Arbeitsverdichtung.

Bei sowas krieg ich irgendwie immer die erste Strophe der Nachtgedanken nicht aus meinem Kopf.

Quote of the day

Paleoclimatic information supports the interpretation that the warmth of the last half century is unusual in at least the previous 1300 years. The last time the polar regions were significantly warmer than present for an extended period of time (about 125,000 years ago), reductions in polar ice volume led to 4 to 6 metres of sea level rise.
-- IPCC WGI Fourth Assessment Report, Summary for Policymakers, p. 10

Have gun give food

It’s been a few weeks since I am somewhat back to what was once a fun sport I liked very much: Reading papers. That, plus my newly revived interest in other areas of research, is why I have a pile of interesting scientific publications lying around waiting to be archived.

The first of that series shall not be left unknown to the kind readers of this blog, so I created a new category “Science” which will serve as a dwelling place for posts related to .. well, guess what ;)

Anyway, the paper I shall point to today is called “Have gun give food: Agriculture, Nutrition and Civil Wars in Sub-Saharan Africa”. Its author is Alexander Moradi, who until recently was located here in Tübingen, Germany, but now seems to have moved abroad.

Essentially, he takes a very different approach than the usual ones to explain and even predict the outbreaks of civil wars in certain african countries. My understanding is that this kind of conflict is traditionally explained using fancy political theories, but they are, well, say, still being developed. However, Moradi uses some hard facts in an empirical model to analyze and predict outbreaks of civil wars mostly using nutrition as a key factor. The stunning part is that apparently some of his predictions turned out - sadly - to be correct.