Mittwoch, 2. November 2011Besonders gern..lass ich mich ja von älteren Herren anblaffen, wenn sie a) der festen Meinung sind, ich sei aufgrund meines Alters grundsätzlich eh nicht hinreichend intelligent und erfahren um mitreden zu dürfen, mich b) deswegen ständig unterbrechen, laut werden und nicht zuhören (kann ja nicht wichtig sein was ich zu sagen habe) und die dann c) noch ungeduldig und unfreundlich werden, weil sie eben nicht begreifen, was ich von ihnen will. Merke: Gewisse Mindestumgangsformen muß man einhalten. Auch wenn man als älterer und meinetwegen erfahrener Mensch Respekt verdient, heißt das nicht, daß man jeden unter vierzig behandeln darf wie den eigenen Enkel im Kindergartenalter wenn er mal wieder nicht ins Bett mag. Ich hab jetzt vermutlich einen Freund weniger auf der Welt, und der Planet ist um eine Person reicher geworden der über "die Jugend von heute"[tm] schimpft, aber irgendwann ist auch mit meiner Geduld echt Ende. Grr.
Geschrieben von David
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Sonntag, 4. September 2011Wenn Griechen hinter Griechen kriechen.....na dann - mal ein paar Gedanken, nur grob sortiert, zu dieser ganzen Schuldenmisere allgemein und speziell in Griechenland: Zum einen hört man nunmehr, daß die ganzen Sparorgien und Privatisierungsvorhaben, die die Troika dem Land aufgenötigt haben, nicht schnell genug voran gehen und offenbar auch nicht den gewünschten Effekt - weniger neue Schulden, Haushaltskonsolidierung - haben. Ich persönlich finde, das war wahrlich nicht schwer vorherzusehen: Durch rigoroses Sparen wird keine Volkswirtschaft kurzfristig wieder gesund. Daß den hochbezahlten Ökonominnen und Ökonomen auch nach Gott weiß wie vielen Schuldenkrisen in anderen Teilen der Welt immer noch nichts Clevereres eingefallen ist, ist ein absolutes Armutszeugnis für die Wissenschaft "Volkswirtschaftslehre". Es läßt für mich auch den Schluß zu, daß man den Prognosen und Heilslehren der vermeintlichen Wirtschaftsgelehrten mit einer gehörigen Portion Mißtrauen begegnen muß. Ganz offensichtlich haben die zwar schönere Worte, um bestimmte Sachverhalte zu beschreiben, aber selber wenig Handwerkszeug, um solche Situationen in Ordnung zu bringen. Was sie aber gut durch überzeugtes Auftreten auszugleichen verstehen, keine Frage. Zweitens verstehe ich nicht, warum man nicht wenigstens den Versuch gemacht hat, auch die Leute in Griechenland an der Rettung zu beteiligen, die jahre- und jahrzehntelang davon profitiert haben. Warum kreiert die sonst so findige Finanzbranche nicht einen neuen Typus Wertpapier für Griechenland, der im Wesentlichen so funktioniert: Jeder, der eine Sache (z.B. Immobilien, Swimmingpools, Autos) in irgendeiner Form vor dem Fiskus verheimlicht hat, muß nicht "nur" nachversteuern, sondern muß diese Sache auch für eine Zeit X (z.B 10 Jahre) dem Staat als Sicherheit zur Verfügung stellen. Somit stünde neu ausgegebenen Griechischen Staatsanleihen zumindest etwas Sicherheit zur Verfügung. Mir ist klar, daß das nicht alleine den Karren aus dem Dreck ziehen würde, und daß die Idee durchaus noch einiges an Feinschliff bedürfte um zu funktionieren. Es hätte aber mindestens mal psychologisch einen sehr besänftigenden Effekt auf all die arbeitslosen Jugendlichen, auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, und auf die Unternehmen, die unter den Kürzungsorgien im Staatswesen übelst leiden und den berechtigten Eindruck haben, sie zahlen nachträglich eine Rechnung für ein Gelage, an dem sie nicht mal teilgenommen haben. Außerdem wäre es endlich mal eine vernünftige Anwendung der von der Finanzbranche in der Vergangenheit ja weit entwickelten Technik, Papiere mit diversen und teilweise auch dubiosen Sicherheiten zu bündeln. Des Weiteren sollte man sich m.E. gerade als Deutscher mal vor Augen halten: Daß die Zinssätze in Euroland sehr nahe beieinander lagen und somit für Länder wie Griechenland oder Italien die Schulden so billig wurden, daß man dankbar neue gemacht hat - das liegt nicht daran, daß die Politiker in den Süd-Ländern etwas falsch gemacht hätten. Sondern: die Märkte haben von Anfang an eingepreist, daß im Fall der Fälle das passieren würde was jetzt geschieht - Euroland wird zur Solidargemeinschaft, auch wenn das bis vor kurzem noch auf keinem Papier stand. Anders gesagt, können sich die ach so allwissenden Märkte auch mal irren (denn Griechenland wird um einen Schuldenschnitt nicht herumkommen), und korrigieren sich dann so wie jetzt, wie Märkte halt so sind, hysterisch und sehr sehr schnell, gerne auch mal überreagierend (40 Prozent Rendite für griechische Staatsanleihen!?). Quintessenz: Eine irrational heftige Korrektur kann auch in und mit .de schnell passieren - wir zahlen derzeit für unsere Schulden derart lächerliche Zinsen, daß man sich ins Gedächtnis rufen sollte, daß diese mit Sicherheit nicht so bleiben werden (zehnjährige Staatsanleihen werfen derzeit grade mal zwei Prozent Rendite ab). Noch ein Punkt, den ich beim besten Willen nicht verstehe: Warum ist es so schwer, zeitlich begrenzte und klar zweckgebundene Sondersteuern einzuführen, um das Budget auszubalancieren? Und, wichtiger, warum zum Henker bedient man sich nicht, gerade in .de, da wo wirklich viel da ist. Ich begreife nicht warum wir uns so schwer damit tun, auch Einkünfte z.B. aus Kapital oder Vermietung mit einer meinetwegen kleinen Sozialabgabe zu belegen. In Frankreich gibt's das beispielsweise schon (CSG) - warum nochmal ganz genau soll die passive Einnahmequelle "Kapital" derart begünstigt werden gegenüber menschlicher Arbeit? Denn, nota bene, das was die Budgets der Staaten ins Miese reißt sind zu einem guten Teil die immer teurer gewordenen Sozialsysteme, nicht so sehr die sonstigen Ausgaben. Um's mal zu belegen: für 100 EUR netto mehr muß ein Single, selbst wenn er null Einkommensteuern zahlt, etwa 170 EUR mehr erwirtschaften (davon gehen dann Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil der Sozialabgaben weg). Hat der gleiche Mensch 170 EUR Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, kann er die komplett behalten. Bei Gutverdienern wird's sogar noch bekloppter - da muß man mehr als das doppelte er"arbeiten", während die Steuerbelastung auf die Immobilieneinnahmen weiterhin eher lächerlich ist.
Geschrieben von David
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Samstag, 3. September 2011Der Grenzgänger und das Faktorverfahren....oder: Neues aus der Anstalt.Das deutsche Steuerrecht ist ja bekanntlich um kaum eine Absurdität verlegen. So steigt der Einkommensteuersatz bei kleinen und mittleren Einkommen schneller an als bei größeren - auf eine vernünftige Begründung warte ich bis heute. Auch das Ehegattensplitting ist wahrlich eine fantastische Erfindung: Warum gleich noch mal bekommt ein Paar, bei dem beide 30 000 EUR im Jahr nach hause bringen keinerlei Entlastung sondern zahlt im Gegenteil nicht nur mehr Steuern sondern auch mehr Abgaben als ein Paar, bei dem einer gar nix verdient und der andere 60 000? Sehr logisch. Unter dem Einfluss der gleichen Droge, unter der das Ehegattensplitting erdacht wurde hat man auch gleich die Lohnsteuerklassen III/V entwickelt: Im Prinzip überträgt man den vorteilhaften Effekt der Zusammenveranlagung voll auf den eh schon besser verdienenden Partner, und alle Nachteile landen bei dem der eh weniger verdient. Resultat: Wer eh schon viel hat bekommt noch mehr, wer eh schon wenig hat, noch weniger. Das war in den 1950ern meinetwegen zeitgemäß, aber heute irgendwie nicht mehr so ganz. Das hat auch Onkel Gesetzgeber gemerkt und das sog. Faktorverfahren eingeführt. Im Wesentlichen wird dabei der Vorteil einer Zusammenveranlagung auf beide Steuer blechenden, arbeitenden Ehegatten verteilt, und zwar in etwa in dem Verhältnis, wie sie eben auch zur gesamten Steuerlast des Paares beitragen. Anders gesagt: Jeder von beiden zahlt weniger, als wenn er in Klasse IV (der Version von I, aber für Verheiratete) wäre. Im Prinzip eine gute Sache (denn beide haben was davon), auch wenn die Basis das m.E. weiterhin komplett absurde Ehegattensplitting ist - aber man nimmt ja was man kriegt. Neueste Posse allerdings: Ich möchte nun gerne in die IV mit Faktor. Meine Frau und ich wohnen zusammen in DE, ich arbeite in DE, sie ist Angestellte in Frankreich und somit Grenzgängerin. Das Finanzamt hat uns (mir) den Eintrag von IV mit Faktor auf der Lohnsteuerkarte mit der Begründung verweigert, das ginge nur wenn beide "Inländischen Arbeitslohn" bezögen. Wäre das so, wäre ich jetzt extrem sauer: Das ist eine klare Diskriminierung von EU-Ausländern und hat für uns zur Folge, daß wir beide dem Staat jedes Jahr mehrere Tausend EUR zinslos vorstrecken dürfen. Ich würde mir dann halt den Spaß machen, einen fetten Freibetrag auf meiner Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen. Ich habe aber vorsichtshalber mal ins Gesetzt geschaut, und glaube, daß die Herrschaften da einen Schnellschuß gelandet haben. Laut § 1 Absatz 1 EStG gilt nämllich:
Das dürfte also wohl auf uns beide zutreffen. Was die Lohnsteuerklassen angeht, so sagt das Gesetz, daß das Faktorverfahren auf Antrag anzuwenden ist, wenn beide Ehegatten in die Steuerklasse IV gehören (§ 39f EStG). Dies ist der Fall,...
..und das trifft nunmal pfeilgrade auf uns zu, "ausländischer Arbeitslohn" hin oder her (den Begriff gibt's bei den Einkunftsarten die im Gesetz aufgeführt werden übrigens gar nicht). Genau das habe ich den Damen und Herren jetzt geschrieben und erneut um Eintragung eines Faktors gebeten, sowie im Verweigerungsfalle um die Mitteilung der Rechtsgrundlage, warum das nicht gehen soll. Stay tuned.
Update, 20.9.: Das FA hat die Eintragung erneut abgelehnt und das wie folgt begründet: Der Faktor berechnet sich nach einer im Gesetzt festgelegten Formel im Prinzip aus "Summe der zu erwartenden Lohnsteuer beider Ehegatten" geteilt durch "Zu erwartende Einkommensteuer des Paares bei Zusammenveranlagung". Da meine Frau nicht dem Lohnsteuerabzugsverfahren unterliegt, hätten wir wohl verloren; indirekt hat man uns (Broschüre lag bei) noch nahe gelegt, doch die III/V-Kombi zu nehmen. Was aber neben den bereits genannten weitere Nachteile hätte: Meine Frau würde eine Menge an Ansprüchen beim Arbeitslosengeld verlieren (als in .de wohnende Grenzgängerin ist sie auch in .de Arbeitslosen-versichert), auch beim Elterngeld oder anderen Lohnersatzleistungen. Ergo: entweder (IV/IV) Staat viel Geld zinslos leihen PLUS ein niedrigeres Netto von mir und meiner Frau als bei der Wahl von IV mit Faktor in Kauf nehmen (mitsamt Folgen für die Lohnersatzleistungen), oder noch niedrigeres Netto meiner Frau erzeugen (III/V) und sich gewissermaßen "paarintern" Geld hin- und her schieben. Ich hab jetzt mal meinen Steuerberater gebeten, den Sachverhalt zu prüfen - Stay tuned II ;) Update, 07.10.: Steuerberater hält das auch für ziemlich unsinnig und legt Einspruch ein. Hach ja. Update, 11.11.: Das FA hat sich auf den exakten Wortlaut des
Gesetzes berufen, und nach dem gibt es keinen Anspruch auf den Faktor,
weil er, wenn präzise so berechnet wie im Gesetz geschildert bei uns
eben größer als 1 wäre (da meine Frau ja keine Lohnsteuer zahlt). Damit
hat sich der Einspruch erledigt. Wir haben daraufhin verlangt, daß man
wenigstens die Vorauszahlungen meiner Frau für die ESt herabsetzt, und
das ist zwischenzeitlich passiert. Will sagen: Wir haben jetzt, typisch deutsch, alle Vorteile auf einen und alle Nachteile auf den anderen verlagert - mit dem Unterschied zur III/V, daß wir alle Vorteile auf den mit dem geringeren Einkommen konzentriert haben. Das ist zwar immer noch Quark, aber deutlich gerechterer Quark und damit meinetwegen akzeptabel.
Geschrieben von David
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Freitag, 24. Juni 2011735 Gramm....wiegen allein die Dokumente, die ich für meine Steuererklärung 2010 an meinen Steuerberater schicken mußte, und in der Summe hat es mich bestimmt zwei Tage gekostet, das alles einzusammeln und zu kopieren. Daß der Mensch jetzt daran sicher auch noch mal einige Stunden sitzt und mir dafür dann eine saftige Rechnung schreibt, ist auch klar. Für mich zeigt es trotzdem, daß da irgendwie Verbesserungspotenzial besteht: Für mich ist da jetzt aller Voraussicht nach eine schöne Erstattung drin. Wäre die kleiner, würde ich vor dem Aufwand vermutlich kapitulieren. Und dem Staat eben etwas Geld schenken, daß ich ihm dank Lohnsteuerabzug bisher "nur" zinslos leihen darf. Ob ich eine signifikante Vereinfachung des deutschen Einkommensteuerrechts noch erleben darf, darüber wage ich aber lieber keine Prognose.
Geschrieben von David
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Samstag, 7. Mai 2011In welchem Land leben wir eigentlich.....in so einem:
Die Umfrage datiert von 2011, nicht von 1950, wie man vielleicht laienhaft meinen könnte.
Geschrieben von David
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Dienstag, 8. März 2011Hohl, hohler, E10Weniger Abhängigkeit vom Öl (gerne exportiert von so netten Leuten wie Herrn Gaddafi), und weniger CO2-Belastung: Sehr lobenswerte Ziele. Wie man aber auf die Schnapsidee kommen kann, etwas in den Tank zu füllen, was man eigentlich essen kann, und teilnahmslos zuzugucken wie die Nahrungsmittelpreise in die Höhe sausen - das ist in seiner Brutalität wirklich kaum zu übertreffen. Hint: Es gibt nicht wenig Leute auf der Welt, für die bedeutet das, daß sie sich ihre Tortilla schlicht nicht mehr leisten können. Und eben hungrig bleiben, damit wir "Bio-Sprit" (muhaha) tanken können und uns Gott weiß wie moralisch fühlen dürfen. Wer wirklich was gegen Abhängigkeit von Öl und für das Klima tun will, der sollte jeden Cent, der jetzt in diesen E10-Quark fließt, in den Nahverkehr und in ein modernes Schiennenetz (Stuttgart 21, Rheintalbahn, Berlin-München in weniger als 6 Stunden..) stecken. Grumpf.
Geschrieben von David
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Montag, 29. November 2010Der Beweis....dass das nicht nur die Deutsche Bahn hinbekommt: Der TGV aus Paris nach München hat in Strasbourg je nach Windrichtung, Mondstand, und betrachtetem Display gerade zwischen 20 und 50 Minuten Verspätung. Grund: "Conditions climatiques exeptionelles". Wer konnte auch mit Schnee rechnen - um die Jahreszeit! Die SNCF kann es offenbar nicht. Update: Ich weiß es! Ein aufgedrehtes Kleinkind weniger im Waggon. Nuja. Sonntag, 26. September 2010Liebe Eltern....ihr spinnt. Ihr hinterlasst und soziale Sicherungssysteme, die mit jeder neuen Regierung noch größere Löcher bekommen, so dass man als junger Mensch nur einen Schluss ziehen kann: Da ist einfach kein Verlass drauf. Arbeitslosengeld gehört zu den Dingen, die viele von uns vor 30 sowieso nicht in nennenswerter Höhe beziehen könnten, weil die von Euch geführten Unternehmen uns mit mies oder auch gerne gleich gar nicht bezahlten Praktika, befristeten Stellen und endlosen Probezeiten verarschen. Das Geld, was da noch übrig bleibt, wandert zum guten Teil in die ständig notwendigen Umzüge, immer den "Jobs" hinterher. Die Gewerkschaften kümmern sich auch in erster Linie um die, die Arbeit und Privilegien haben (Euch) und nicht um die, die sie vermutlich nie bekommen werden (wir) - ein strategischer Fehler, so macht man sich mittelfristig selbst überflüssig. Eine des Erwähnens werte Rente dürfen wir nicht erwarten. Von dem was uns bleibt, sollen wir also nicht nur dicke was fürs Alter zurücklegen, nein, natürlich zahlen wir mit unseren Beiträgen auch Privilegien für Euch, die wir im Leben nie in Anspruch nehmen können werden. Damit aber nicht genug - wenn Ihr mal selber auch über eines der mittlerweile zahlreichen Löcher in den Sicherungssystemen stolpert, dann sind wir auch wieder dran und dürfen Elternunterhalt an Euch zahlen - denn der Staat muss sparen, und von den Bergen an Steuern und Abgaben, die wir blechen, bleibt nicht genug übrig. Völlig klar, das sind ideale Bedingungen, in denen man als junger Mensch gerne ein Studium beginnt, für das man sich mittlerweile ja auch verschulden darf. Auch zum Familie gründen ist dieser ständige Mix aus "kümmer' Dich selber 'drum", "nein, da haben Sie leider noch keine Ansprüche erworben", "wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass... nicht verlängert werden.." und immer wieder Ortswechseln einfach klasse. Mit dem Damoklesschwert des Elternunterhalts über dem Kopf macht auch die Familiengründung gleich noch mehr Spaß. Wie wir diesen Mist bis 67 durchhalten sollen, das darf ein Rätsel des Alltags bleiben, aber Euch ist das ja erst mal wurscht. Eins ist aber auch klar: Wir sind weit besser als unserer Ruf. Manche von uns verzweifeln, manche wählen den Ausweg über den Babyausgang, aber die meisten von uns beißen sich da durch, haben trotzdem Spaß am Leben, und gut ist. Und so mancher tritt auch die Flucht nach vorne an und macht sich selbstständig. Wesentlich unsicherer als das, was uns der Arbeitsmarkt so bietet, ist das mittlerweile ja auch nicht mehr.
Geschrieben von David
in Deutsch, The Power of Equality, Unmut
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08:32
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Samstag, 18. September 2010Menschen
Manche Menschen sind wie Atomkraftwerke: Man wird vermutlich nie zur Gänze begreifen, was genau in ihnen vorgeht. Das ist aber auch gar nicht notwendig um zu wissen, dass man sie nicht dauerhaft in seiner Nähe haben sollte oder will.
Donnerstag, 8. Juli 2010KalkGestern: Codekarte und Hotelschlüssel verloren (Codekarte aber wiedergefunden, hat Kollege versehentlich eingesteckt). Heute: Handy im Hotel vergessen (per Sprint mit Gepäck aber sowohl Handy als auch Zug erreicht). Für den Rest von heute und die weitere Zukunft hoffe ich auf nachhaltige Besserung. Montag, 17. Mai 2010Kirche im Dorf
Wenn man sich über ach so kurzfristig denkende Spekulanten und Märkte aufregt, macht es vielleicht Sinn, mal selber ein wenig langfristiger auf die Dinge zu sehen. Wo genau nochmal ist jetzt hier der schröööckliche Werteverfall? Tiefster Stand seit 2008 - ja und? Die meiste Zeit seines Bestehens war der Euro ungefähr genauso viel wie jetzt, ja sogar lange Jahre deutlich weniger wert. Ist auch keiner dran gestorben, und der jetzige "Wertverfall" verbilligt deutsche Exporte (Wachstum! Wachstum!) sowie ausländische Direktinvestitionen. Meiomei, liebe Leute. Das Abendland geht diese Woche - mal wieder - nicht unter. Und nächste auch nicht.
Geschrieben von David
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20:40
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Mittwoch, 12. Mai 2010Steigerung...
..ist immer möglich, das bewahrheitet sich erneut: Ich hätte nicht gedacht, daß Roland Koch mir noch unsympathischer werden könnte. Aber es geht, mühelos.
Geschrieben von David
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Dienstag, 23. März 2010ÄhemAls erklärter Fan von Stuttgart 21 bin ich über einen Nebeneffekt des Beginns der Bauarbeiten im Februar diesen Jahres allerdings leider gar nicht arg begeistert: Der ICE hält jetzt (zumindest manche) nicht mehr in Ulm, sondern fährt über irgendwelche Bummelstrecken drumherum. Effekt: Die bereits grausam lange Fahrzeit Stuttgart-München (um die 2h24 vorher) ist jetzt noch länger: 2h52. Es gibt also keinen Weg mehr, um morgens früh aus Strasbourg wegfahrend halbwegs effizient vor 12h in München zu sein. Aua. Donnerstag, 4. Februar 2010Schlechte Manieren der Woche...In Besprechungen auftauchen, zu denen man weder eingeladen wurde noch irgendeinen fachlichen Beitrag leisten kann.(Alternativ: sitzenbleiben, d.h. einfach aus dem Vor-Meeting nicht rausgehen, wenn das neue beginnt). Dann Fundamentalopposition zu Dingen üben, die einen nicht betreffen (aber mit extrem viel Phantasie potenziell möglicherweise irgendwann irgendwie tangieren könnten). Gerne auch: Gegen Entscheidungen opponieren, die man selbst vor zwei Wochen (als man ebenfalls ungeladen auftauchte) selbst mit getroffen hat. Ich mache jetzt zwei Dinge (denn das ist nicht das erste Mal, daß sowas in dem Laden passier). Nein, drei:
Falls mir das alles irgendwann zuviel werden sollte ist's auch kein Beinbruch - ich finde problemlos einen Job. Kleinkindbetreuungspersonal ist ja derzeit sehr gefragt. Montag, 25. Januar 2010Man fragt sich schon..
..wann Berlin wohl wieder einen eingermaßen reibungslos funktionierenden S-Bahn-Verkehr haben wird..? Ich hoffe, vor meinem Renteneintritt. (Wobei ich weitere Erhöhungen des Renteneintrittsalters als unlautere Wettbewerbsverzerrung vor die WHO zu bringen gedenke.)
Geschrieben von David
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C'est quoi, ca?
The world's a crazy place, et moi, j'en fais partie, quoi!
![]() Das hier ist so eine Art private Gedankensortiermaschine. Ein Maschine-Seele-Interface. Baldrian, wenn's mal wieder nicht zum aushalten ist. Tischplatte, auf der ich meine Eindrücke ordne. Wasser zum reinblubbern. So in etwa.
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