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Not welcome, Mr. Bush

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie wenig selbst verfassungsmäßig geschützte Rechte im Zweifelsfall den Ordnungsbehörden gelten: Wegen eines Spruchbandes mit der Aufschrift “Not welcome, Mr. Bush” hat die (deutsche) Polizei in Mainz eine Wohnung aufgebrochen und das Band mitgenommen, sowie der Bewohnerein mitgeteilt, sie solle sich auf dem Präsidium melden. Das jedenfalls berichtet der Wiesbadener Kurier in seinem Online-Dienst (und ich weiß es via lawblog).

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Haben will!

Endlich kommt mal ein wenig Bewegung in den Smartphone-Markt. Windows-basierte Geräte würde ich sowohl aus persönlichen, als auch aus technischen Gründen (Interoperabilität) nicht kaufen wollen, und Linux-basiertes gibt es leider selten bis nie.

Angeblich wird sich das aber noch dieses Jahr ändern: Der Hersteller Road will ein Linux-Smartphone auf den Markt bringen, das mir durchaus gefallen könnte. Bluetooth, WLAN, kleine VGA-Auflösung (640x240), QTopia-basiert, und sogar mit 2 Megapixel-Knipse. Vieles erscheint mir noch etwas diffus - wie so oft bei solchen Ankündigungen -, z.B. die Anwendung “Kryptologie” (wasndas? Hoffentlich GnuPG + S/MIME) und die Frage, ob die Kamera mitgeliefert wird oder einzeln gekauft werden muß. Einzig der Preis ist heftig - für die angekündigten “unter 1400” Euro bekommt man ein ausgewachsenes Laptop. Aber solcher Technikkram hat ja die sympathische Tendenz, recht schnell billiger zu werden.

Übrigens gibt’s mitterweile eine ganze Reihe von Ankündigungen Linux-basierter Handys, z.B. von Motorola und von Samsung/Infineon. Man darf also gespannt sein.

Gentoo Developer

Seit gestern abend bin ich offiziell Entwickler bei Gentoo Linux, wo ich mich um alles mögliche, was mit Wine zu tun hat kümmern werde. Eine meiner ersten Amtshandlungen wird es sein, wine-conf und die Wine-Ebuilds soweit fertigzustellen, daß man zwischen installierten Wine-Versionen unter Gentoo umschalten kann. Das wäre ein großes Plus für Gentoo, und auch für meine eigene Arbeit ein sehr nützliches Feature. Bug 79128 habe ich auch gleich ein wenig bemuttert; meiner Ansicht nach wird er von PaX verursacht und hat nichts mit Wine selbst zu tun.

Zeitgleich mit mir wurde auch Sebastian Bergmann in diesen Kreis aufgenommen, der sich um PHP-spezifische Dinge kümmern wird. Sebastian ist zufällig auch Entwickler von Serendipity, der wunderbaren Software, auf der dieses Blog läuft ;-)

Win32-Tücken mit LoadLibraryEx

The New Old Thing hat einen sehr interessanten Eintrag zur Win32-API-Funktion LoadLibraryEx und einem Ihrer Flags. Der Titel ist das Résumé: LoadLibraryEx(DONT_RESOLVE_DLL_REFERENCES) is fundamentally flawed.

Im Wesentlichen lädt diese Funktion eine DLL in den Speicher, und stellt sie und die in ihr enthaltenen Funktionen zur Benutzung zur Verfügung. Mit obigem Flag ändert sich jedoch das Verhalten dergestalt, daß die DLL nicht initialisiert wird, und von der geladenen DLL benötigte Module nicht in den Speicher geladen werden. Mit anderen Worten: Das macht nur für recht spezielle Fälle, z.B. DLLs ohne Code (aber mit Icons o.Ä.) Sinn, und auch dann nicht unbedingt viel.

Witzig finde ich ja, daß dieses Flag unter den Consumer-Windows-Varianten keinen Effekt hat. Womit wir mal wieder sehen, wie leicht es ist, Software zu schreiben, die unter 95/98/ME wunderbar rennt, unter NT aber subtil abschmiert. Und es zeigt mal wieder, welche subtilen Sauereien die Wine-Entwickler nachbilden müssen.

Der ganz alltägliche Wahnsinn

Die Süddeutsche Zeitung berichtet von einem Piloten, der am Flughafen Frankfurt eine Abschiebung offenbar dadurch verhindert hat, daß er sich weigerte, den Flieger zu starten. Der Frau droht - der Artikel merkt vorsichtig an “Menschenrechtlern zufolge”- in ihrem Heimatland die Steinigung wegen Ehebruchs und Übertritt zun christlichen Glauben.

Weder ihr Übertritt zum Christentum, noch ihre Trennung von Ehemann und Kind (die beide aus Deutschland in den Iran zurückkehrten) werden von irgendwem bestritten. Daß jemand nicht ohne guten Grund Ehemann und Kind (!) verläßt, dürfte ebenfalls klar sein. Und kollabiert ist die Vierundzwanzigjährige, die sich gegen ihre Abschiebung heftig gewehrt hat, wohl auch nicht aus Spaß. Dennoch:

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sieht keine Möglichkeit, auf die Abschiebung zu verzichten. “Der Bund hat das so entschieden. Wir müssen abschieben”, sagte ein Sprecher Schünemanns am Freitag. Der Petitionsausschuss des niedersächsischen Landtages hatte noch am Donnerstag vergeblich an Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) appelliert, die Abschiebung zu stoppen.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatte bei einer erneuten Prüfung keine Gefährdung für die Frau bei einer Rückführung nach Iran festgestellt. Auch die Anrufung des Verwaltungsgerichts Braunschweig hatte keinen Erfolg.

Die soll sich also mal nicht ins Hemd machen, die Frau - wenn das amtlich festgestellt ist, daß ihr da unten nix passieren wird, dann ist das so! Deutsche Bürokraten sind mit die besten der Welt, die haben voll Ahnung, was da so abgeht im Iradingsda. Ne?

Übrigens berichtet Indymedia auch darüber. Dort erfährt man, daß bei Protesten gegen die Abschiebung nicht weniger als 62 Personen in Gewahrsam genommen worden sind - bei der SZ liest man nichts davon. Die RP online berichtet davon auch nichts, auch nicht von Protesten am Flughafen o.Ä., wohl aber die Junge Welt (bei der die Dame allerdings 25 Jahre alt ist). Der Gießener Anzeiger - der hinsichtlich des Alters die Ansicht der JW teilt - weiß noch weiteres vom Sprecher des lokalen Innemninisters zu berichten:

Der Sprecher erklärte, es gebe keinen Ansatzpunkt, das Asylverfahren der 25-Jährigen neu aufzurollen. Solange die Frau mit einem Attest belegen könne, dass sie nicht reisefähig sei, werde sie aber nicht abgeschoben. Danach müsse sie Deutschland verlassen.

Alles klar. Darf sich nochma im Krankenhaus bisserl erholen, und wenn sie sich dann endlich an den Gedanken gewöhnt hat, in Richtung Steinigung geflogen zu werden, dann muß sie gehen. Oh Mann.


Entscheidungsprozeß zu Softwarepatenten in der EU

Alles klar, oder? (In die Hand gedrückt bekommen im Pavillon Associations & .org auf der Solutionslinux in Paris; anklicken für lesbare Größe). Und ich hab’ mich immer gefragt, warum ich durch diese Entscheidungswege nicht durchblicke...

Oh, und weil’s so schön paßt: Auch das spanische Parlament hat sich gegen Patentierbarkeit von Software ausgesprochen.

Der JPEG-Dreh

Ganz nett, und natürlich JFTR, falls das jemand nützlich findet: Wer unter Linux an der Kommandozeile seine JPEGs ohne Qualitätverlust und ohne Verlust des Headers (Datum, Belichtungszeit, etc.) um 90° nach rechts drehen will, kann sich folgenden Alias’ bedienen:

alias rot90=’jhead -cmd ‘\’’jpegtran -rotate 90 -outfile &o &i’\’’ ‘

Drehen kann man ein File dann mit dem Befehl rot90 Beispiel.jpeg.

Anna Gavalda - Je voudrais que quelqu'un m'attende quelque part

Ce livre - dont existe aussi une version allemande (Ich möchte, daß irgendwo jemand auf mich wartet) fut un des premiers que je me suis achetés dès que je suis en France. Ayant déjà fait des bonnes experiences avec ce genre litéraire (contes), j’éxpectais au moins un peu de temps sans ennui. Je dirais je ne suis pas décu.



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Görings Tod

Die französische Tageszeitung Libération berichtet von einem Artikel in der LA Times, laut dem ein ehemaliger amerikanischer Soldat zugegeben hat, im Alter von 19 Jahren Göring eine Giftkapsel in die Zelle geschmuggelt zu haben.

Stivers, un garde affecté à la surveillance des criminels nazis aux procès de Nuremberg, affirme aujourd’hui avoir remis lui-même au dignitaire du IIIe Reich la capsule de poison.

Warum er das getan hat? Nun, wohl kaum aus politischen Gründen:

A 19-year-old Army private when he was assigned guard duty at Nuremberg, Stivers said he was only trying to impress a local girl he had met on the street when he agreed to take “medicine” to a supposedly ailing Goering.

Wirklich interessant wäre doch jetzt aber, wer dieses ominöse Mädchen gewesen ist. Die Chancen stehen gut, daß sie auch noch lebt... höre ich da irgendwo den Namen Guido Knopp?-)


Portable USB-HDD von Trekstor unter Linux

Seit kurzem nenne ich eine USB-basierte tragbare 2.5"-Festplatte von Trekstor mein Eigen, die ich mir zu Backupzwecken angeschafft habe. Das Gerät nennt sich selbst auf der Packung USB-Storage 2.0 (was mir etwas dürftig als Bezeichnung erscheint) und versorgt sich über den USB-Port mit Strom. Insgesamt ist der Betrieb unter Gentoo Linux problemlos, allerdings gab es zu Beginn einige Klippen zu umschiffen.

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Umzug perfekt - willkommen!

Mein altes Weblog-System - namentlich Geeklog - geht mir schon seit einer ganzen Weile auf den Nerv. Irgendwie war mir das ein wenig zu überladen, zu kompliziert, und zu unausgegoren. Für den Anfang sicher ganz angenehm, aber wenn ich mir so ansehe, was andere Blog-Systeme so können... nunja.

Nungut, jedenfalls ist mein Geeklog-basiertes Blog absofort Geschichte und nur noch unter oldblog.emeto.de zu erreichen. Auf dieser Seite geht es jetzt mit Serendipity weiter.
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