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L'ordre etabli

Bestandteil meines Umzuges ist es ja auch, voller guter Vorsätze in den Tag zu gehen. Einer: Das neue Zimmer mal mit Muße so gemütlich wie es irgend geht einzurichten. Bei dem alten war mir dieses Vorhaben irgendwie zu deprimierend. Ich bin hier zwar noch nicht ganz fertig, aber soweit gefällt mir das alles schon seehr viel besser hier.

Nächster guter Vorsatz: Meinen ganzen Papierkram endlich mal in Ordnung bringen. Genau das habe ich die letzten zwei Stunden lang gemacht. Jetzt sind eineinhalb Ordner komplett voll, stehen im Regal, und ich muß mich sehr zurückhalten, auf die noch jungfräulichen Deckel nicht sowas wie “Scheißdreck” zu schreiben.

Rechtsruck

Der Wahlomat für die Buntestagswahl 2005 ist online, und ich habe es mir natürlich in guter Tradition nicht nehmen lassen, die 30 Thesen dort zu bewerten. Das Ergebnis ist für mich doch eine kleine Überraschung: Bei sämtlichen vorherigen Wahlen hat mir der Wahlomat die Grünen deutlichst ans Herz gelegt - jetzt ist es die SPD. Das gibt mir als nach wie vor Unentschlossenem natürlich zu denken...

140%

Gerade ausgerechnet: Um soviel wird mein Leben (monatliche Fixkosten) bei im Wesentlichen konstanter (!) Lebensweise teurer, sobald ich nicht mehr Student bin. Größter Einzelposten: Miete (nix mehr mit Studentenwerk, und in Tübingen zahlt man konstant Mondpreise). Größte neue Kostenquelle: Steuern.

Magie

Heute beim Arzt gewesen, wegen meiner Sehnenscheiden. Erst natürlich brav beim Hausarzt, 10 EUR losgeworden, dann kurativ zum Orthopäden/Sportmediziner. Der behandelt mich jetzt mit Entzündungshemmern und Reizstrom sowie Medikamenten, und meint, bei 90% der Fälle wäre die Sache binnen einer Woche (!) ausgestanden. Ich soll die Hand nicht stark belasten, aber dürfe grundsätzlich alles mit ihr machen.

Wenn der das schafft - und im Moment sieht es wirklich danach aus -, dann bekommt der von mir den Titel “Magier des Monats”.

Kaputt

Liebe Leute,

dank einer Sehnenscheidenentzünzung bleibt dieses Blog bis auf weiteres erstmal ziemlich still.

...a cause d’une tendinite, ce blog restera plutot tranquille pour quelque temps.

...I’m suffering of TSV, thus this blog will remain pretty silent for some time.

Schock am Morgen

Zu meinen wohl eher schlechteren Eigenschaften gehört es, daß ich morgens meistens noch im Bett mein Telefon anschalte und (dank WAP-Flatrate) meine privaten eMails durchsehe. Das tat ich auch heute, und da flatterte mir so ein Ding hier ins Postfach:

Sehr geehrter Opodo-Kunde,

vielen Dank für Ihre Buchung bei Opodo.

Wir schicken Ihnen Ihre Reisedokumente umgehend mit der Deutschen Post zu. Sollten Sie Ihre Tickets nicht innerhalb der nächsten drei Werktage erhalten, setzen Sie sich bitte mit unserem Kundenservice in Verbindung.

Bitte begleichen Sie umgehend die offene Rechnung: 801,92 Euro (Rechnung im Anhang beigelegt)

Bitte überprüfen Sie Ihre Tickets umgehend nach Erhalt. Sollten Sie
Unstimmigkeiten feststellen oder weitere Fragen haben, rufen Sie uns an oder schreiben uns eine E-Mail. Wir sind von Montag bis Freitag von 8 bis 23 Uhr und am Wochenende von 8 bis 18 Uhr für Sie da.

Denken Sie daran, Ihre Flüge frühestens 48 Stunden vor Abflug bei der gebuchten Fluggesellschaft rückzubestätigen. Wenn Sie versäumen Ihre Buchung direkt bei der Fluggesellschaft rückzubestätigen, kann dies zu einer Stornierung führen.

Die empfohlene Check-In-Zeit vor Abflug beträgt bei internationalen Flügen 120 Minuten und 60 Minuten bei innerdeutschen Flügen.


Wir wünschen Ihnen eine gute Reise!
Ihr Opodo-Team

Ich habe tatsächlich vor einer guten Woche bei diversen Reiseveranstaltern und Flugbörsen im Internet geguckt, und bei einer hatte ich auch einen Flug gewählt und dann aber doch nicht auf “Bestellen” geklickt, weil ich nicht per Kreditkarte zahlen wollte. Natürlich dachte ich sofort an dieses Ereignis, und bei 800 € Rechnung.. hmm das hätte hinkommen können, manche Flüge waren wirklich exorbitant teuer. SCHOCK!

Gott Sei Dank entpuppte sich das dann aber als eine olle Phishing-Mai. Jedenfalls sah das mein Virenscanner so, denn der Anhang enthielt eine rechnung.pdf.EXE (mit einem Trojan.Downloader.Small-674 drinnen), und der heise Newsticker konnte meine Vermutung dann erhärten. Uff! Es gibt wirklich sanftere Arten, aufzuwachen.

Teuer

Bei näherer Betrachtung der Sachlage finde ich die 62 EUR, die ich heute beim Stuwe gelassen habe - dafür, daß sie mich nicht zum kommenden Semester mangels Studentenstatus ‘rauswerfen - ziemlich unverschämt. Ich bekomme dafür nämlich so ziemlich gar nix, wohingegen meine Komilitonen als brav Eingeschriebene ja z.B. noch das Semesterticket bekommen, das einem sicher einige hundert Euro in den 6 Monaten seiner Gültigkeit sparen kann.

Movin' out

Je viens de retourner du Studentenwerk (graaande voyage aux WHO ;), ou j’ai signé un contrat de déménagement. C’est pour resoudre deux problèmes grandes dans ma vie cotidienne:

  1. mon colocataire-voisin m’emmerde avec sa musique chiante!
  2. ma chambre (neuf mètres carrés) me semble comme un prison. Ca fait déjà un an que j’habite dans une petite boite comme ca.
Une de mes collocataires (fille très sympa) déménage, et je viens de prendre sa chambre, qui a 12.5 m² (un plus de 31%!), dès le mois de septembre. En outre, j’ai payé un fortfait pour que je puisse rester dans ce bâtiment du Studentenwerk encore six mois. Ca devrait être assez pour trouver un autre apartement sans trop de stress. Yeah!

Mausunmut

Mein zweistündiges Intermezzo im IC-Hotel zwecks WLAN-Zugang scheint ein Nachspiel zu haben: Dort in der Lobby (wo ich saß) gab es nämlich nur sehr niedrige Tische, die etwa 30 cm hoch waren, also eben eigentlich nicht zum arbeiten geeignet.

Ich hab’ die in Ermangelung von ‘was Besserem natürlich dennoch benutzt, und dabei logischerweise meinen Arm für die Bedienung der Maus ziemlich stark angewinkelt. Und jetzt habe ich ziemlich genau das, was mir mehrere davon betroffene Freunde als die Anfangssymptome einer Sehnenscheidenentzündung beschreiben. Grmpf.

Ich habe als Sofortmaßnahme gestern meine Maus auf Linkshandbedienung umgestellt und klicke ab sofort links - Beidhänder zu sein hat gelegentlich seine Vorteile. Die Tastaturbedienung verlangt natürlich noch die Rechte dazu, aber das geht viel besser als Maus. Ich hoffe, daß das plus Schonung ausreichen wird, denn auf sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit habe ich wirklich keine Lust.

Ken Follet - Whiteout

It’s sadly been a very long time since I read really as much as I’d like to. The last book I finished - The Rule of Four by Ian Caldwell & Dustin Thomason - I bought in April and didn’t manage to read through until July. This time, I managed to acquire and read a book within less than a week. It really seems I’m recovering ;)

Ken Follet obviously is a quite well-known and successful author, although I have never read any of his books (yet). This one is set in a biotech laboratory, in which a anti-virus drug is developed and in the process tested against several of the most lethal viruses on earth. Of course, there’s a security breach, and the story evolves around the consequences. Follet also elegantly embeds some erotics, love, human error, and very ordinary family quarrels into his plot, and does not get lost in the tempting possibility of just relying on the high-tech setting to create tension. The book is never boring, not on a single page, and was very nice to read and follow. It’s not perfect, but it makes for good amusement on a long Sunday afternoon.

Whiteout has 472 pages and is available as paperback from Pan Books and costs about 7 €.

Spaßguerilla

Die schärfsten Widersprüche toben heute in den Lohnabhängigen selbst: Sie sollen Unternehmer und Arbeiter gleichzeitig sein. Sie treten in ihrer Rolle als Schnäppchenjäger gegen sich in ihrer Rolle als Produzenten an, sie trachten als Geldanleger nach den hohen Renditen, die ihre Arbeitsplätze gefährden. Der moderne Arbeitnehmer ist ein zerrissenes Wesen. Erfolgsträchtige Politikkonzepte müssen ihn in dieser Paradoxie und Ambivalenz abholen und eine lebenswerte Dilemma-Balance in Aussicht stellen.

Josef Reindl in der Ausgabe des Freitag vom 24. Juni 2005 (Nr. 25, Seite 3).

Erkenntnis

Ich werde bald umziehen. Und etwas, das mir definitiv nicht fehlen wird, ist diese nervtötende Reutlinger Straße samt der Spacken, die immer meinen, bergan erstmal auf völlig irre Geschwindigkeiten beschleunigen zu müssen. Ihr dröhnt direkt in mein Trommelfell^WZimmer, Leute!

Ach ja: Ich suche Wohnung, genauer: eine 1-Zimmer-Wohnung (keine WG!). Wenn jemand etwas weiß, sieht, hört, whatever, bitte denkt an mich.