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L'essentiel à Lyon

Immer noch in Lyon, jetzt aber in einem der schnuckeligsten Internetcafes, das ich je gesehen habe. Heißt L’essentiel, und ich vertreibe mir hier die Zeit mit etwas, da sich wirklich reichlich habe (Arbeit), bis ich heute abend wieder den Rückweg antreten werde.

Der letzte meiner drei ADULLACT-Vorträge in .fr lief wie gehabt recht gut, zumal ich as Ding langsam aber sicher fast schon auswendig vorsingen kann. Ein paar Visitenkarten bin ich auch losgeworden, und ein Angebot soll ich noch schreiben - alles also in feinster Butter. Aber mal ein paar Wochen nicht mehr on the Road zu sein, das wird mir prochainement auch recht gut tun.

Das essentiel ist übrigens nicht weit weg vom Gare Part-Dieu, und noch näher an der Metro Garibaldi, in der rue Rachais.

A Lyon

So, mal wieder und bis aufs weitere fürs letzte Mal in Frankreich. Diesmal per Bus, was ganz OK war, bis auf eine wirklich nervige und nicht gerade freundliche Polizeikontrolle mitten in der Nacht. Ausländer aus !EU zu sein, das ist glaube ich wirklich kein Spaß.

Das Hotel jedoch, das ist wirklich ein Reinfall: Stars Lyon, haha. Kein Wifi, obwohl mindestens zwei Hotels in unmittelbarer Nachbarschaft Wifi haben. Die lassen einen das aber nicht benutzen, und obendrein hab’ ich in meinem Zimmer keinen Empfang, und folglich in die Lobby gehen müßte.

So verbringe ich meine Tage eben offline beim Arbeiten, was durchaus geht, nur halt nicht so gut wie’s soll. Naja. Samstag früh bin ich wieder in .de, endlich. Und bleib auch erstmal ein paar Wochen in der Region :)

Je viens du Sud

Letzte Woche Mittwoch begann ja mal wieder ein .fr-Trip meinereiner, induziert duch meine Arbeit: Die Journées du Libre in Montpellier wollten durch mich bzw. einen Vortrag von mir beehrt werden. Aber gerne doch.

Zu diesem Zwecke also bestieg ich früh morgens einen germanwings-Airbus in Stuttgart, verließ ihn wieder in Paris-CDG, und tuckerte dann mit einem Ticket für lediglich (haha) 8,10 EUR zum Gare de Lyon, von wo aus mich ein TGV mit Rekordtempo in 3.5h nach Montpellier brachte. Wow.

Der Vortrag dort war im Saal des in-etwa-Äquivalents des Stadtrats angesiedelt, und mit rund 60 Leuten auch durchaus gut besucht. Ohne Mikrofon ging da gar nix. Lief aber ganz gut, es gab auch ein-zwei Fragen, und dann war der Hauptteil nach etwa einer Dreiviertelstunde erledigt.

Abseits der Arbeit bin ich in Montpellier auch noch einige Zeit abends durch die Altstadt spaziert. Montpellier ist wirklich sehr sehr schön, lauter kleine Gassen, lustige Geschäfte, Salons du Thé, herrliche moosbewachsene Steinbrunnen, und wunderschöne Parks. Klasse! Dank einen offenen WLAN, Empfang auf einer Parkbank, und einem Skype-Client für mein Handy konnte ich auch von da ganz entspannt ein paar Telefonate erledigen, ohne dabei arm zu werden ;)

Übers Wochenende ging’s dann weiter nach Marseille, eine Freundin besuchen. Ein wenig im Mittelmeer gebadet habe ich also auch schon, auch wenn die Strände bei Marseille nicht unbedingt die allerschönsten sind. Aber das Wasser ist trotzdem naß und salzig :) Marseille ist nich so ganz mein Fall - sehr laut, dreckig, viele komische Gestalten in den Straßen, und in der U-Bahn Soldaten mit Maschinengewehren. Umm.

Im Großen und Ganzen war’s das dann auch schon - von einem abendlichen Kurztrip nach Aix abgesehen, wo ich mit einer Bekannten noch nett essen war und dann noch einen thé à la menthe zu mir genommen habe. Tags drauf ging’s schon weiter nach Nizza, wo ich in meinen Flieger nach Stuttgart gehüpft bin. Und jetzt hat Schwaben mich wieder.

Diese Woche geht’s erstmal nur noch nach Böblingen zu ner Besprechung, und übers Wochenende dann -oleole- wegen Geburtstag nach Leipzig. Auerbach’s Keller wartet schon :)

e-Government Webcast on June 19

Live webcast on National e-Government Strategies: Designing for Success will take place on Tuesday, June 19 from 9:00 - 11:30 am EST. This special event is presented jointly by the World Bank’s e-development thematic group and the Development Gateway Foundation, in partnership with USAID and USTTI. A panel of experts and practitioners from India, Singapore, U.S., World Bank and the USAID will convene to address the process of designing successful national e-Government strategies.

For more information, access this page, or go directly to the webcast at 9 a.m. EST (== UTC-5).

Der Standort..

..gerade spaßeshalber mal recherchiert: Bei 40000 EUR Bruttoeinkommen blecht man in Deutschland knapp 9700 EUR Einkommensteuer. In Frankreich wären es 5700 EUR.

Wer allerdings (so wie ich gelegentlich) bei deutschen Formularen bereits einen Schreikrampf bekommt, der möge sich mal die (version simplifiée!) des Steuerrechners des französischen Finanzministeriums ansehen. Und im Vergleich dazu die deutsche Variante. (Es gibt für .fr auch noch ein Java-Applet, das etwas angenehmer zu handlen ist)

Die Bahn kommt...

..aber anders als gedacht: Kommende Woche muß ich nämlich mal wieder nach .fr, diesmal allerdings auf die Journées du Libre in Montpellier, die immerhin drei Tage dauern. Nur: wie hinkommen? Bahn? Nee, das kostet Unsummen und dauert zehn(!) Stunden, plus garantiert fällige Verspätungen.

Flug? Es gibt leider keine Billigflüge da runter, zumindest nicht von Stuttgart aus.

Also: Billigflug nach Paris, heute gebucht und am Mittwoch wird geflogen, für alltogether knapp 50 EUR. Dann ein online gebuchtes TGV-Ticket nach Montpellier. Und Überraschung: Paris-Montpellier dauert allern ernstes nur drei Stunden (!!), und wenn man online bucht kostet ein erste Klasse-Ticket (und nur die sind noch verfügbar) grade mal 39 EUR, und damit knapp die Hälfte eines regulären. Somit ist die Bahn endlich so schnell wie sie sein soll, und günstiger als ein Flugzeug. Nur halt nicht die deutsche, sondern die französische :)

Vogel der Woche: Die Schnepfe

Gute Nachrichten für alle Tierfreunde: Der landläufigen Meinung, die Schnepfe sei eine bedrohte Art und einige Varianten selbiger sogar in Deutschland ausgestorben kann ich mit neuesten Forschungsergebnissen widersprechen: In der Nähe der Schwäbischen Alb wurden erst vor kurzem von mir höchtspersönlich Exemplare von Wesen gesichtet, die ich mit fachkundiger Hilfe des Vogelkundlers Prof. Dr. H. zweifelsfrei als Schnepfen identifizieren konnte.

Charakteristische Erkennungsmerkmale sind zum einen die beonders stark ausgeprägten Schnäbel, die evolutionär gesehen dem enormen Mitteilungsbedürfnis der gemeinen Schnepfe geschuldet sind. In Ornithologenkreisen gilt es als gesichert, daß sich der Schnepfenbestand in früheren Jahren dadurch drastisch erhöht hat, daß die Tiere sämtliche natürlichen und unnatürlichen Feinde schlicht totgesabbelt haben. Ich selbst kann mich daher glücklich schätzen der Gefahr knapp, aber weitestgehend unbeschadet entronnen zu sein.

Weit schwieriger war es da schon, sich einem weiteren Charakteristikum dieser Wesen zu widersetzen: Die handelsübliche Schnepfe verfügt nämlich über ein Ego von zwischen drei und acht Sonnenmassen, was leider ein erhebliche Gravitation erzeugt. Damit war aber auch die Charakterisierung final abgeschlossen und die Bestimmung als gesichert anzusehen. Den Vogelfreunden sei das wirklich wichtige Ereignis, will sagen die ganz besonders gute Nachricht nicht vorenthalten. Mitnichten ausgestorben, sondern tatsächlich quietschlebendig und der Ego-Größe von etwa fünfzehn Sonnenmassen zu entnehmend auch durchaus wohlgenährt existieren in Deutschland sogar noch Doppelschnepfen.

Prima Klima

Immer wieder gern genommen, die folgende Argumentation: Klar, daß die USA so viel CO2 in die Luft pusten, das ist eine Sauerei[tm]. Aaber wir Deutschen/Franzosen/..., wir tun ja sowieso schon soo viel für die Umwelt, da können wir alleine erstens gar nix ausrichten, und zweitens weigern sich ja auch so Dreckschleudern wie Indien und China, ihre Emissionen zu begrenzen.

Jüngstes Opfer dieser in verschiedenen Ausprägungen immer wieder durch die Hirne und Medien geisternden Denke ist (um den Sauerei[tm]-Teil bereinigt) unser aller Präsident, Herr Bush. Der meint, solange Indien und China sich auf keine Begrenzung verständigen, gibt es für die USA auch keine Veranlassung tätig zu werden, denn alleine könne er ja auch nix ausrichten.

Praktisch benutzt hat er dieses Feigenblatt, um das Kyoto-Protokoll nicht zu unterschreiben. Selbiges erlaubt nämlich Entwicklungs- und Schwellenländern, ohne Begrenzung zu emittieren. Bis 2012, dann läuft Kyoto aus und ein Folgeabkommen muß her.

Nun ist es aber zum einen schlicht falsch, China und Indien in einem Atemzug mit den USA zu nennen. Der Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 ist in den USA nämlich mit fast 20 Tonnen wirklich rekordverdächtig. In Deutschland liegt er übrigens bei gut 10 Tonnen (Quelle: Greenpeace, Stand 2004). China hat einen Wert von 3,6t und Indien gut 1t. Die Länder sind sehr bevölkerungsreich, so daß in absoluten Zahlen die Emissionen natürlich hoch sind. Aber immer noch nicht so hoch wie die der USA (5800 Mio t versus 4700 Mio t (China) und 1100 Mio t (Indien)).

Der wirklich eintscheidene Punkt, der sehr gerne übersehen wird, ist aber: Für den antropogenen Treibhauseffekt von CO2 ist nicht der jährliche Ausstoß entscheidend, sondern die Konzentration in der Atmosphäre. Nachdem CO2 eine Verweildauer von etwa 100 bis 120 Jahren hat, müßte man sich das Stand heute in der Luft vorhandene CO2 nach Ländern sortiert ansehen. Und bis da chinesisches oder indisches CO2 mengenmäßig das europäische oder US-Amerikanische auch nur eingeholt hat, dürften noch Jahrzehnte vergehen. Und genau deswegen sind die Industriestaaten wesentlich stärker in der Pflicht als aufstrebende Schwellenländer, die genau wie wir auch ein Recht auf Entwicklung haben. Die Verankerung dieses Rechts ist übrigens auch der Grund, warum Kyoto Schwellen- und Entwicklungsländern keine Vorschriften macht.

Sehr wohl können übrigens Industriestaaten zur CO2-Reduktion in Entwicklungsländern beitragen, nämlich mittels des in Kyoto verankerten CDM-Mechanismus. Der erlaubt es, emissionsreduzierende Investitionen in Entwicklungsländern zu finanzieren und dafür Emissionsrechts-Zertifikate zu erhalten.

Zu guter letzt noch ein weiteres Detail, das mir weitgehend unbekannt zu sein scheint: Der größte Klimasünder auf dem Planeten ist nicht etwa die gerne und viel gescholtene USA. Es gibt nämlich außer CO2 auch noch eine ganze Reihe weiterer Treibhausgase, die z.T. deutlich klimawirksamer sind. Rechnet man diese mit ein, dann liegen die Australier mit 26,9 t/Kopf in CO2-Äquivalenten noch vor Kanada (24,1 t), und dann kommen die USA auf Platz drei mit 23,55 t.

Matschematsche

Linuxtag in Berlin ist fast zuende, Zeit für eine kleine persönliche Zwischenbilanz: Bereits am ersten Tag war ich so heiser, wohl wegen einer aus Paris mitgeschleppten und nicht ganz auskurierten Erkältung, daß ich einen ganzen Tag im Hotel geblieben bin, somit auch sämtliche Parties und das Social Event verpaßt habe. Am Freitag dann wenigstens einen halben Tag lang meinem armen Kollegen unter die Arme greifen können, und danach noch mit OO und LiMux-Leutchens was trinken gegangen. 

Heute werden wir wohl nicht nennenswert vor sieben aus Berlin rauskomen, und können somit echt froh sein, wenn wir um zwei Uhr nachts im Ländle sind. Ich freu mich jedenfalls jetzt schon enorm auf mein eigenes Bett, gutes (non-Junkfood) Essen, und den Tag, an dem ich nicht mehr mit Taschentüchern bewaffnet hustend durch die Gegend eieren muß.