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Quote of the week

I think it’s time you tell me where we stand
You’ve been taking my love
We’ve been breaking the law
You better start making my love
Because I’m in need of a miracle

-- The New Radicals: In need of a miracle

Wohnungssuchen in Berlin

...das wünsche ich niemandem. Mal abgesehen davon, daß die Zahl der Bruchbuden oder Wohnungen mit irgendwelchen saublöden Haken, die man zum guten Teil auch nicht so ohne weiteres im vorhinein sehen kann, doch erheblich ist: Die spinnen, die Vermieter da oben. 

Was da auch alles von einem verlangt wird: Geburtsurkunde, Personalausweiskopie, Bewerbungsschreiben, drei Gehaltsabrechnungen(!) und eine Mietschuldfreiheitsbescheinigung - bis letztes Wochenende ein Wort, das ich noch nie gehört hatte. Besonders drollig auch die Forderung nach der letzten Steuererklärung oder, alternativ, einer EÜ-Rechung meiner Firma. Sicher, Leute, gerne, darf ich vielleicht zur Abrundung auch noch ‘n Foto meines Genitalbereichs dazulegen?

Sehr schön auch die Forderung nach einer Kaution von drei Warmmieten, zahlbar sofort. Da spricht der Gesetzgeber eine eindeutige Sprache (§ 551 BGB): mehr als drei Kalt(!)mieten sind nicht zulässig, und Ratenzahlung in drei Monatsraten ist immer erlaubt, anderslautende Vereinbarungen unwirksam. Darauf angesprochen dann das Zitat der Woche: “Nein, da sind Sie falsch informiert: Was das Gesetz sagt ist uns egal, bei uns wird das immer so gemacht.”

Mir sind die Berliner Hausbesetzer genauso wie die Obdachlosen am letzten Wochenende jedenfalls gehörig sympathischer geworden. Grmpf.

Voilà, Integration

Es geht einem doch wirklich das Herz auf, hier in dieser großen Stadt: Lauter Menschen, die morgens mit businessmäßiger Kledage ganz offensichtlich zu ihrer Arbeitsstätte fahren. Anzug- und Krawattenträger gibts zuhauf, da falle ich gar nicht auf - und gleich dreimal nicht negativ. Endlich gucken einen auch die Leute nicht mehr an, als hätte man die Pest, wenn man in solchen Klamotten telefonierend in der S-Bahn sitzt oder durch die Straßen läuft. Ich fühle mich so integriert wie nie!-)

Sehr interessant, wenn auch leider etwas negativ, fallen mir hier erstaunlicherweise die Unterschiede zwischen Bayern und BaWü auf. Und zwar an zwei Stellen: Die Nichtraucherschutzgesetze, die mir in BW so wahnsinnig gefallen, die gibt es hier noch gar nicht - hier wird weiter munter überal gequalmt, und das nervt doch erheblich.

Und dann die Sache mit den Öffnungszeiten: Hier schließt leider immer noch alles um 20 Uhr, d.h. nach der Arbeit einkaufen ist wenn überhaupt, dann nur mit erheblichem Streß verbunden möglich. Und morgens vor der Arbeit kann man das genauso vergessen: Die meisten Läden machen frühestens 8h30 auf, oft genug sogar 9h. Da hab ich regelmäßig längst die erste Besprechung am laufen. Naja, muß man halt am Wochenende alles nachholen (auch stressig weil knackevoll).

Naja. Dafür ist das Bier hier besser, und an meinem Arbeitsort in direkter Nachbarschaft zur Staatskanzlei und Residenz hab ich auch nix zu meckern :)

Noch da..

Wollte an dieser Stelle nur vermelden, daß ich noch da bin. Aber die ganze Woche kein (privaten) Internetzugang hatte. Jetzt schon, auch wenn’s eine schwere Geburt war. Es darf also gehofft werden, dank UMTS und Konfigurationsorgien.

Go, West!

Haha, man glaut es kaum: Seit 1.8. ist in BaWü ja das Nichtraucherschutzgesetz des Landes in Kraft. Das heißt nebst so vielem anderen, daß man ab sofort in Gaststätten nicht mehr rauchen darf, außer in ggf. eingerichteten und abgetrennten Raucherzimmern oder -“abteilen”. So sollte das ja meiner Meinung nach schon immer sein, und leider lassen sich die anderen Bundesländer bis auf wenige Ausnahmen offenbar noch Zeit mit der Umsetzung: Bayern z.B. will erst im Jaunar 08 so ein Gesetz beschlossen haben.

Was das konkret heißt, durfte ich gestern beim Besuch einer wirklich sehr netten Kneipe hier in TÜ besichtigen, der ich trotz all ihren Charmes seit längerem ferngeblieben bin. Aus einem einfachen Grund: Sie ist dermaßen übel verraucht, daß wirklich alles zu spät ist.

Nicht mehr jedoch: Trotz naß-feuchtwarmem Wetters waren so gut wie alle Leute draußen und haben sich naßpinkeln lassen, hauptsache man kann an der geliebten Fluppe zuppeln. Aber man ist ja nicht süchtig, man hat das im Griff, man könnte jederzeit aufhören, ehrlich. Drinnen war fast niemand (außer uns noch zwei Leutchens und der Barmann, wenn er nicht grade draußen qualmen war ;), es war un-glaub-lich angenehm. Welch ein Hochgenuß - und das im Pequenitas! Jetzt heißt es nur noch die letze paar Monate des Jahres rumzukriegen, bis auch die anderen Bundesländer nachgezogen haben, und in Frankreich die Übergangsfrist ausläuft.