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Zitat des Tages

Schön ist es auf der Welt zu sein
sagt die Biene zu dem Stachelschwein
Ich könnt’ das gar nicht besser sagen
darum sag’ ich es wie sie

-- Rainald Grebe, auf dem Album “Volksmusik”

Würg

Zwischen Saalfeld und München fängt der blöde ICE immer an zu schaukeln, als wäre er besoffen. Und fährt Schlangenlinien, daß wirklich alles zu spät ist.

Mir wird dann, sofern ich am Laptop arbeite, immer speiübel. Liebe Bahn, ihr macht echt was falsch! Der TGV, der kann das auch super ohne. Und noch was anderes kann der. Ich hab’s nochmal nachgerechnet, dank Google ja gar kein Problem:

Von München nach Berlin sind’s 590 Kilometer. Dafür braucht der supertolle ICE der Deutschen Bahn nicht weniger als 5 Stunden 38 Minuten. Der Spaß kostet mit Bahncard 50 First und Reservierung 84 EUR in der ersten Klasse. Durchschnittsgeschwindigkeit: 105 km/h. Preis pro Kilometer: 14,2 Cent.

Von Paris nach Montpellier z.B. sind es 764 Kilometer. Der ebenso tolle TGV der französischen SNCF braucht für diese Strecke 3 Stunden 31 Minuten, bei einem Preis (im iDTGV, also das “Online-Ticket” zum selberausdrucken) inklusive Reservierung in der ersten Klasse von 39 EUR. Ohne Bahncard, wohlgemerkt (die gibt’s in der Form in .fr auch gar nicht). Durchschnittsgeschwindigkeit: 218 km/h. Preis pro Kilometer: 5,1 Cent.

Und schlecht geworden ist mir im TGV noch nie. Keine Ahnung wie die das machen, aber das Ding schaukelt und ruckelt einfach weniger, sogar auf Strecken in Deutschland.

Size does matter

500 GB. Das sollte erstmal reichen. 

Warum ich das schreibe? Damit ich in einem halben Jahr nachgucken kann, wann genau ich so einen Unsinn verzapft habe ;)

Der letzte Schrei

..empörte Dame im Zug: im gesamten ICE-Zugteil gibt es genau eine funktionierende Toilette. Ganz am anderen Ende. Sie war sehr sauer, weil sie über 90 EUR für eine Fahrt von München nach Bamberg geblecht hatte und dann ewig laufen und warten mußte, nur um sich die Hände zu waschen.

Ich kann’s verstehen. Liebe Bahn, ich fahr’ noch bis Berlin weiter, und bin eigentlich nicht so scharf darauf, mein mobiles Büro jedesmal wieder abzubauen wenn ich mal wohin muß. Ich selber hab ein Kensington Lock, somit nicht so arg große Probleme wie sie, aber trotzdem. Not good.


So verdammt wahr..

Zugleich ist Einsamkeit ein Grundgefühl unserer Tage. Der Kommunikations-Overkill, der Erreichbarkeitswahn greifen zu einer Zeit um sich, da es immer schwieriger scheint, ein stabiles soziales Umfeld aufrechtzuerhalten. Kaum jemand wohnt noch am gleichen Ort wie seine Eltern. Für Freunde, wenn man sie denn findet, hat man zu wenig Zeit. Ehen halten immer schlechter. Beziehungen sind kompliziert wie nie zuvor. Zum Teil helfen die neuen Technologien dabei, in dieser Lage überhaupt noch mit nahen Menschen Kontakt zu halten. Aber sie haben auch kompensatorische Funktion: Zumindest ein Teil der komplett flexibilisierten »Wissensarbeiter« klammert sich zum Trost an Handy und Blackberry – und bezieht Lebenssinn aus dem Umstand, dass wenigstens die Firma etwas von ihnen will. Wie solche Leute am Telefon klingen, wissen wir vom Bahnfahren.

-- Susanne Gaschke in einem sehr schönen Artikel in der Zeit. Danke an Frau H.

Zitat des Tages

Auch Nicholas Sarkozy zeigte sich nach seinem Wahlsieg öffentlich mit freiem Hals, wie es französische Staatschefs in der Vergangenheit nur taten, bevor sie unter die Guillotine gelegt wurden.[..]

Wir werden Krawatten künftig an urbanen Rebellen sehen. So lange, bis auch Politiker erkannt haben, daß man mit zur Schau gestellten Halsfalten gar nicht viel jünger aussieht.

 -- Tillmann Prüfer im ZEITmagazin Leben 43/07, S. 34

Drüben

Heute erstes Experiment mit TGV Est Européen: Morgens München-Böblingen, dort einen Tag beim Kunden, abends dann Böblingen-Strasbourg. klappt wirklich vorzüglich, die Verbindungen sind absolut brauchbar, die Züge komfortabel. nur der Preis, der ist wirklich knackig. Naja.

Jetzt aber müde. Schlaf!-)

Zitat des Tages

..bleib’ Rechtshänder und Hetero,
is’ besser so.

-- der wortgewaltige Rainald Grebe beim gestrigen Konzert im Müncher Lustspielhaus.

Manchmal..

..da stellt man fest, daß man nicht alles kann.

Aktuellstes Beispiel: Ich habe festgestellt, daß ich sicher nicht so viel fressen kann, wie ich grade kotzen möchte.

Naja. Muß es halt so reichen.