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Doof

Am Sonntag wird Berlin abstimmen, über den Volksentscheid “Pro Reli” versus "nur Ethik als Fach für alle. Ich hab brav sofort Briefwahl beantragt, weil ich wußte, daß ich sn genau diesem Sonntag nicht in Berlin wählen gehen kann.

Nachdem bis heute meine Briefwahlunterlagen nicht angekommen sind, war’s das wohl für mich mit der Wahrnehmung meiner demokratischen Rechte und Pflichten. Ich find’s scheiße, und habe La Poste in Verdacht (wäre nicht das erste, und auch nicht das zweite Mal, daß die was verschlampen...)

Muhaha

Was muß ich hier lesen? Französische CIOs arbeiten weit kürzer als ihre deutschen oder britischen Kollegen. Welch Wunder.

Gleichstellung in der Praxis

Da lese ich hier folgendes:

Die Mutter hatte am Sonntagabend ihre Kinder im Alter von sechs und vier Jahren sowie zehn Monaten allein in einer Pizzeria zurückgelassen und war mit ihrem Lebenspartner verschwunden.

Soso. Die Mutter hat die Kinder ausgesetzt und ist verschwunden. Vielleicht irre ich mich, aber der Herr Lebensgefährte hat die Kinder genauso ausgesetzt wie seine Freundin? Aber in den Köpfen gehören Kinder halt immer noch zur Mutter, ne?

Preisfrage

Ist dies hier eine Erklärung dafür, warum die Grafik mit dem Intalio-Firmenlogo auf www.intalio.com plötzlich von der URL http://1.1.1.6/bmi/www.intalio.com/wp-content/themes/i2/images/Intalio.gif eingebunden wird (Zugriff über einen der genannten, selbstverpflichteten Provider)?

Und wenn ja, warum bin ich nicht begeistert?

Schwerstabhängig

Hm. Ist schon wieder ein Weilchen her, daß ich das erste seiner Bücher gelesen habe, und zufällig war es auch noch ein Dave Robicheaux-Roman: James Lee Burke, der wahrscheinlich genialste Krimi-Autor der USA. Er hat inzwischen nicht weniger als siebszehn Romane mit seinem Protagonisten Dave Robicheaux veröffentlicht, den ersten 1987 und den letzten 2008. 

Burke schreibt wirklich wunderschön, und weit mehr als nur Krimis. Er beschreibt ganz nebenbei in fast schon poetischen Worten die landschaftliche Schönheit von Louisiana (und manchmal auch Montana), und erzählt viel über die Geschichte dieses Stücks Erde, in der viel Gewalt und Rassismus steckt. Robicheaux ist, wie viele der Gestalten in den Büchern, ein Cajun, also ein Angehöriger der frankophonen Minderheit Louisianas. Viele Details, vom Essen bis zum französisch durchzogenen Vokabular (“I had a demitasse of coffee and beignets at Cafè du Monde in New Orleans”), zeichnen vor dem geistigen Auge ein wahrlich unglaubliches Bild von diesem Fleck Erde.

Robicheaux ist jemand, den man eigentlich gar nicht mögen kann: Ex-Alkoholiker mit einem Hang zu Gewalttätigkeiten, kämpft er oftmals mehr mit sich selbst als mit den Mördern und anderen Verbrechern, auf die er Jagd macht. Aber gerade dieses immerwährende innere Ringen, das bei weitem nicht immer Happy-End-taugliche Ergebnisse erzeugt, ist es, was ihn so authentisch, so nachgerade faszinierend macht.

Ich jedenfalls bekenne hiermit öffentlich: Ich könnte jeden Tag ein Robicheaux-Buch lesen und bekäme davon trotzdem niemals genug. Tatsächlich habe ich das letzte wirklich in weniger als 24 Stunden durchgelesen und mich dann verflucht, weil ich nicht an neuen Stoff kommen konnte ;) Der Mann hat es tatsächlich geschafft, mir richtig Lust auf eine USA-Reise zu machen(!)

Warum ich das so offen preisgebe? Nun, ich habe jetzt, wie ich leider feststellen mußte, wirklich ausnahmslos alle seine Robicheaux-Bücher gelesen (und noch einige der anderen dazu). Das eine oder andere habe ich mir sogar aus England kommen lassen, weil hierzulande vergriffen. Wie dem auch sei - jetzt ist wohl leider kalter Entzug angesagt.

Eines der Bücher ist übrigens vor kurzem in low-budget-Manier mit Tomy Lee Jones verfilmt worden: In the Electric Mist with Confederate Dead, als Film nur In the Electric Mist betitelt, läuft noch in ein paar Kinos. Wie so üblich fehlen dem Film viele der das Buch egentlich erst so wunderbar machenden inneren Monologe und Nebenhandlungen, so daß ich ihn zwar gerne gesehen habe, aber eher, um ein bißchen mehr von der Landschaft zu sehen. Wen die Geschichten interessieren, der sollte lieber lesen.

Erfolg

Viel (naja, genug) geschlafen. Zwei mal schön Spocht machen gewesen. Zwei mal fein gekocht, einmal davon sogar sehr fein (Wildreis mit Kräuter-Sahnesoße und angebratenen Garnelen, hmmm!), und noch gemütlich Kaffee und Kuchen einnehmen gewesen. Zur Abrundung einen recht gelungenen Berliner Tatort. Die Arbeitswoche kann kommen!

Öbszön

Es ist doch wirklich eine Riesensauerei: Wie soll man bitte bei diesem Wetter (strahlender Sonnenschein, pralle Sonne auf dem nur wenige Meter entfernten Balkon) noch produktiv arbeiten ?-)

Oschtrferien

..sind grad im Ländle, ganz offensichtlich: morgens kurz vor neune gähnende Leere am S-Bahn-Steig in Stuttgart; jeder Fahrgast im EC 361 bekommt einen Sitzplatz (auch zwischen Karlsruhe und Stuttgart!). Hätte nicht gedacht, daß die Leute so blockweise verreisen, aber mir ist’s ja recht :)

Spocht

Nachdem ich ja NATO-induziert ein Wochenende fern der Heimat verbringen mußte, aus der Not eine Tugend gemacht und Kunde von Call-a-Bike geworden. Bis auf die ziemlich großzügige Auslegung von “Kreuzung” bei der Lokalisierung der Fahrräder bin ich sehr zufrieden, und hab von dem unerwarteten Sonnenwetter noch richtig was gehabt :-)