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Lenovo Ideapad S12 mit ION, unter Linux

Ein wirklich feines Gerät: Atom-Prozessor mit NVidia ION, d.h. beschleunigter Grafik. Ausgezeichnete Tastatur, leise, 2 GB RAM und 250 GB HDD, HDMI und VGA, und die üblichen anderen Verdächtigen (WLAN, Ethernet, 3x USB, Kensington Lock, Cardreader, Audio Out und Mikrofoneingang). 

Die Installation von Ubuntu Netbook Remix lief absolut problemlos, auch ohne bestehende Netzverbindung. Einzig die Sprachunterstützung kann so nicht komplett installiert werden, das muß man beim nächsten Mal mit Netzverbindung nachholen. Proprietäre Treiber lassen sich wie gewohnt auch über die Treiberverwaltung nachziehen, was ich mit dem NVidia und dem Broadcomm-Treiber gemacht habe. Das vorinstallierte Windows 7 Home Premium hätte ich lieber nicht gehabt (und auch nicht mit bezahlt), aber das ging leider nicht. Der Ubuntu-Installer bot Koexistenz oder Vernichtung an, ich entscheid mich für letzteres ;-)

Das Display ist ausgezeichnet, und die Spiegeleffekte haben sich in der Praxis bisher als irrelevant herausgestellt. Zudem sind die 12.1“ groß genug, um manche Dinge im Web auch mit 110 oder 120% Vergrößerung anzusehen, was auf die Dauer die Augen doch sehr schont. Lediglich bei Flash-Videos war ich etwas enttäuscht, bis ich mich erinnerte, daß die ”ION"-Unterstützung erst mit Flash 10.1 kommen wird - und damit sollte es auch möglich sein, mehr als 360p-Videos ruckelfrei Fullscreen anzusehen. Muß ich mich halt noch etwas gedulden, und vielleicht gibt es in ferner Zukunft ja auch mal eine Gnash-Version mit entsprechender Unterstützung.

Von der Arbeitsgeschwindigkeit her - für die typischen Anwendungsfälle Web, Musik und Office - ist das Ding natürlich ein wenig langsamer als ein vollwertiger PC, aber der Unterschied macht sich in der Praxis praktisch nicht bemerkbar. OOo startet praktisch genauso fix wie auf meinem Thinkpad T500, und auch mehrere Programme gleichzeitig (Firefox mit einigen Tabs und Flash, Musik, OOo, Evolution) bringen das Ding nicht aus dem Takt. Ach ja - Sound: Dieses Miniding schafft es doch tatsächlich, sehr gute Tonqualität und wenn nötig auch mit ordentlich Wumms zu emittieren, und das m.E. sogar qualitativ besser als das T500. Für Webradio klasse, und mit den tollen Display machen sicher auch Spielfilme auf dem Ding z.B. auf ‘ner langen Zugfahrt oder einem Flug ziemlich Laune.

Der Akku hält unter Linux mit WLAN und heftiger Benutzung irgendwas zwischen 5 und 6 Stunden. Nutzt man einen eingesteckten UMTS-Stick (o2 Surf Stick), sollte man mit einer guten Stunde weniger rechnen (!).

Was mir für die Zukunft noch fehlen würde (man darf ja noch träumen) wäre eine eingebaute UMTS-Lösung, die ähnlich wenig Saft frißt wie WLAN (obwohl mir klar ist, daß das wohl eher nicht sehr realistisch ist). Außerdem vermisse ich wie bei vielen anderen Laptops auch einen Schalter (mechanisch!) der die Webcam abschaltet, ähnlich dem Schalter für Netzwerkgeräte, den die Lenovo-Geräte beide haben. Es gibt zwar eine Fn-Taste dafür, aber ich hätte es gerne in Hardware, nicht indirekt. 

Obendrein braucht’s auch noch einen vernünftigen, meine Privatsphäre respektierenden Weg, Dokumente auf beiden Mobilgeräten bearbeiten und zugreifen zu können, idealerweise auch Offline. Vielleicht leistet Google Docs sowas (dann bliebe der Punkt Datenschutz), aber damit habe ich mich mangels Notwendigkeit bisher nicht en detail auseinandergesetzt. Falls jemand einen Tipp hat, bin ich aber immer dankbar.



Ubuntu Netbook Remix

Tolle Sache: Per USB-Stick ganz easy und schnell installiert, und schon hatte ich ein optisch sehr ansprechendes und angenehm nutzbares Ubuntu auf dem Netbook. Dann noch den NVidia-Treiber nachinstalliert, Flash geholt, und ein mal aptitude update && aptitude safe-upgrade. 

Spaaaaß!

Man fragt sich schon..

..wann Berlin wohl wieder einen eingermaßen reibungslos funktionierenden S-Bahn-Verkehr haben wird..? Ich hoffe, vor meinem Renteneintritt. (Wobei ich weitere Erhöhungen des Renteneintrittsalters als unlautere Wettbewerbsverzerrung vor die WHO zu bringen gedenke.)

Neues Ja.

Wieder zurück, deutlich erholter, und seit heute wieder bei der Arbeit. Ach.