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735 Gramm..

..wiegen allein die Dokumente, die ich für meine Steuererklärung 2010 an meinen Steuerberater schicken mußte, und in der Summe hat es mich bestimmt zwei Tage gekostet, das alles einzusammeln und zu kopieren. Daß der Mensch jetzt daran sicher auch noch mal einige Stunden sitzt und mir dafür dann eine saftige Rechnung schreibt, ist auch klar.

Für mich zeigt es trotzdem, daß da irgendwie Verbesserungspotenzial besteht: Für mich ist da jetzt aller Voraussicht nach eine schöne Erstattung drin. Wäre die kleiner, würde ich vor dem Aufwand vermutlich kapitulieren. Und dem Staat eben etwas Geld schenken, daß ich ihm dank Lohnsteuerabzug bisher “nur” zinslos leihen darf.

Ob ich eine signifikante Vereinfachung des deutschen Einkommensteuerrechts noch erleben darf, darüber wage ich aber lieber keine Prognose.

Juristerei

Nach diversen Suchmeldungen und anschließenden Selbstversuchen hat die Schatzsuche nunmehr ein Ende gefunden: Die ganzen Kaffee-Vollautomaten, die im wesentlichen in Frage kommen, waren mir allesamt eher zu teuer. Der billigste, der all das kann was ich gerne hätte und zudem qualitativ hochwertig sein dürfte (Stiftung Warentest & Konsorten..) wäre die Jura ENA 9 gewesen. Interessant war für mich vor allem

  • Zubereiten von Cappucino (Muß) und Latte Macciatto (Soll) ohne Glasverschieben oder Selbermilchaufschäumen
  • Auch große Gläser sollten bitte unter den Auslauf passen (Soll) (das ist leider oft genug nicht der Fall)
  • Verstellbare Kaffeestärke (Muß), Menge (Muß) und Temperatur (Soll)
  • Wartungsarmut (Muß)

Tja. ENA 9 beherrscht all das, allerdings muß man bei der Gläsergröße Abstriche machen, und die Kaffestärke gibt’s auch nur in drei Varianten (Schwach, Noraml, Stark). Kostet zwischen 900 und 1000 EUR neu. Gebraucht findet man die praktisch nicht, dafür ist sie halt zu neu und die Dinger halten ja auch recht lange.

Insbesondere der Preisfaktor ist ja schon eher prohibitiv.. aber nach einigem Suchen fand sich dann ein Laden, der eine Jura mit den Features hatte die ich gerne wollte, und diese gebraucht aber komplett überholt und mit einem Jahr Garantie anbot. Gelandet bin ich schlussendlich also bei der Jura Impressa Z5, einem Modell von 2005. Von den Dingen, die ich gerne gehabt hätte (Soll) kann die lediglich nicht Latte Macciatto auf Knopfdruck fabrizieren (man muß zwei mal einen Knopf drücken). Ansonsten toppt sie all die schönen Dinge der ENA 9, denn man kann von Mahlgrad über Temperatur bis zur Stärke alles einstellen, oft deutlich granularer als bei der ENA 9 (z.B. fünf Kaffeestärken anstatt drei).

Interessant ist auch, daß die Maschine in der höchsten Energiesparstufe konstant drei Watt verbraucht (beim Aufheizen natürlich mehr). Das ist leider immer noch nicht null, so daß ich weiterhin den Schalter an der Steckdose bemühe, wenn das Ding länger aus ist. Es ist aber knapp die Hälfte dessen, was meine Petra Padmaschine vorher wollte, und mit ca fünf bis sechs Euro im Jahr zwar immer noch unangenehm, aber eben weniger.

Was die Qualität der Kaffeeprodukte angeht, ist die Jura ein Riesenschritt zum Pad, selbst mit frisch gemahlenem Kaffee im Padhalter (wir berichteten ;-) Der Cappucino schmeckt besser als in so manchem Restaurant, die Milch wird perfekt geschäumt und der Schaum fällt auch nach langer Zeit nicht in sich zusammen. Man hat noch lange nach dem Genuß ein richtig angenehmes Gefühl im Bauch, und zwei solche Getränke am Tag sind einem dann auch genug. Gekostet hat das Ding übrigens 750 EUR, der damalige (2005) Neupreis dürfte so um die 1800 EUR gelegen haben. Vermutlich fände man mit ausreichend Geduld die Maschine (wie fast alles ;) bei eBay irgendwann auch nochmal günstiger.