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Eine AfD ohne Neonazi-Gefahr - gibt's das?

Ich habe mich ja verschiedentlich schon gefragt, wo jemand eigentlich sein Kreuz machen könnte (lies: was man jemandem politisch entsprechend verortetem, der sich mit dem Gedanken für eine AfD-Zweitstimme trägt, raten könnte), der zwar einerseits Migration und EU-Europa sehr skeptisch gegenübersteht, eher ‘was fürs Konservative, Nationale übrig hat, aber eben auf keinen Fall riskieren will, dass über die Landeslisten dutzende Rechsradikale, Verschwörungstheoretiker, Revisionisten, Faktenverdeher, Rassisten, Geschichtsklitterer etc. in unser Parlament gespült werden.

Turns out: Da gibt’s die “Liberal-Konservativen Reformer”, (siehe auch Wikipedia) gebildet aus einer der zahlreichen Spaltungen/Trennungen der heutigen AfD. Die macht, so scheint’s, ziemlich genau das, kommt aber augenscheinlich ohne Hetze aus, und ist z.B. hinreichend intelligent, um ihre sehr kritische Haltung zu Immigration (die wollen z.B. eine “Obergrenze”) mit Konzepten zur Integration zu flankieren.

Aber - die treten bei der Bundestagswahl nicht an.

Komisches Patriotismusverständnis, wenn man das eigene Parlament lieber denen von der ganz rechten Überholspur überläßt, und sich selber nur um Straßburg & Brüssel kümmert.